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Was Du schon immer über den solarheld wissen wolltest

Fragen zu Leistung & Nutzen

Fragen zu Aufbau & Sicherheit

Fragen zu Lieferung & Nachhaltigkeit

Auspacken, aufstellen, anschließen. So simpel das Prinzip vom solarheld auch klingt, einige technische und formelle Details sind beim Betrieb zu beachten. Mögliche auftretende Fragen bzw. Unsicherheiten möchten wir an dieser Stelle beantworten und klären. Falls Du eine Frage hast, die hier nicht aufgeführt ist, kannst Du uns auch hier schreiben!

Fragen zu Nutzen & Leistung

Warum sollte ich einen solarheld besitzen?

Du produzierst mit dem solarheld Deinen eigenen, sauberen Strom und treibst somit die dezentrale Energiewende aktiv voran. Der Strom den Du erzeugst, muss nicht in einem Kohle- oder Atomkraftwerk produziert und über weite Strecken transportiert werden. Außerdem senkst Du Deine Ausgaben für den Strombezug und machst Dich ein Stück unabhängig von den steigenden Strompreisen.

Kurz: als solarheld nimmst Du die Energiewende selbst in die Hand, wirst unabhängiger von den Energieversorgern und sparst dabei über viele Jahre Geld.

Wie funktioniert der solarheld?

Der solarheld ist eine kleine, kompakte Photovoltaikanlage mit zwei Solarmodulen, einem Mikrowechselrichter und optional auch Befestigungshaltern. Die Solarmodule reagieren auf das empfangene Sonnenlicht und erzeugen elektrischen Gleichstrom. Die Mikrowechselrichter wandeln diesen in Wechselstrom um und synchronisieren ihn mit der Netzspannung und Netzfrequenz aus dem Hausnetz. Der erzeugte Solarstrom wird dann direkt von Deinen elektrischen Verbrauchern genutzt. Der Stromzähler dreht langsamer, Deine Stromkosten verringern sich entsprechend, es wird weniger klimaschädlicher Kohlestrom benötigt.

Wieviel Strom produziert der solarheld?

Das hängt vor allem vom Standort und den örtlichen Bedingungen ab. Es gibt für jeden Ort in Deutschland Ertragswerte der letzten Jahre, aus denen man den durchschnittlichen Solarertrag errechnen kann. Eine Übersicht der Ertragsdaten (kWh pro kWpeak) für PLZ-Regionen bietet beispielsweise der Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV) Multipliziert mit der Nennleistung der Photovoltaikanlage ergibt das Produkt den zu erwartenden Ertrag. Die Nennleistung der beiden solarheld Module beträgt insgesamt 240Wp.

Beispiel: der regionale Durchschnitt der Stromertragsdaten von PV-Anlagen im PLZ-Gebiet 8 beträgt laut SFV-Tabelle 1.051 kWh pro kWpeak. Für den Standort Ulm ergibt sich daher bei einer Südausrichtung der Solarmodule ohne Verschattung durch Bäume oder Gebäude eine Produktion von ca. 250 kWh pro Jahr. Bei einem üblichen Strompreis von 28 Cent brutto, den derzeit Endverbraucher für eine Kilowattstunde bezahlen, spart man dadurch 70EURO im ersten Jahr. Bei jeder Stromerhöhung erhöht sich die Kostenersparnis.

Muss zur Stromerzeugung immer die Sonne scheinen?

Nein, blauer Himmel und Sonnenstrahlen sind für die Photovoltaik nicht zwingend notwendig, aber natürlich förderlich. Selbst bei etwas bedecktem Himmel produziert der solarheld Strom. Grundsätzlich gilt: je mehr direktes Sonnenlicht umso höher der Wirkungsgrad des Gesamtsystems.

Wie viele Jahre produziert der solarheld Strom?

Photovoltaik ist eine ausgereifte Technologie. Die Qualität und Leistungsfähigkeit der Solarmodule und Wechselrichtertechnik wurde im vergangenen Jahrzehnt deutlich verbessert. Das wirkt sich auch positiv auf die Produktlebensdauer aus. Etwa 25-30 Jahre können die Solarmodule Strom erzeugen. Der Leistungsabfall, die Degression, beträgt nur etwa 0,5% im Jahr. Für kalkulatorische Zwecke hat sich in der Photovoltaikbranche eine angenommene Betriebsdauer von 20 Jahren etabliert.

Wir verwenden nur Teile und Komponenten, von deren Qualität und Langlebigkeit wir überzeugt sind. Zudem achten wir auf die Garantieleistung der Hersteller. Der Wechselrichterhersteller gibt 25 Jahre Garantie auf das verwendete Produkt. Der Modulhersteller gibt 10 Jahre Garantie auf 90% und 25 Jahre Garantie auf 80% der Mindest-Leistungsangabe.

Wie kann ich messen, ob und wie viel Strom der solarheld produziert?

Die günstigste und einfachste Lösung ist der Einsatz eines Zwischensteckers, der den Strom des solarhelden messen kann. Im Baumarkt oder im Elektrofachhandel gibt es bereits einfache Energiekostenmessgeräte für etwa 10€. Beachte bei der Auswahl, dass einige Modelle nur den Stromfluss aus dem Hausnetz messen können, nicht jedoch die umgekehrte Richtung, den Stromfluss in das Hausnetz.

Eine komfortablere Lösung ist der Einsatz einer Funk-Steckdose, die auch die Überwachung der Strommessung im Internet und per App ermöglicht. Solche Funksteckdosen gibt es ebenfalls günstig im Elektrofachhandel, sind aber oftmals auch systemgebunden an einen Router oder Modem desselben Herstellers.

Kann der solarheld Strom speichern?

Nein, der solarheld hat keinen Batteriespeicher integriert. Dies ist auch nicht vorteilhaft, denn der solarheld ist für die sofortige Nutzung des selbst erzeugten Sonnenstroms konzipiert. Momente in denen mehr Strom produziert wird als gleichzeitig verbraucht wird, so dass ein Stromüberschuss besteht, sind so selten, dass ein Batteriespeicher sich nicht lohnt. Ein Stromspeicherssystem ist erst bei größeren Photovoltaikanlagen sinnvoll, die einen großen Teil der erzeugten Energie in das öffentliche Netz einspeisen.

Woran erkenne ich, ob mein Zähler rückwärts läuft?

Vor allem ältere Stromzählermodelle, wie z.B. der Ferraris Zähler (ein schwarzer Kasten mit Drehscheibe), laufen bei Stromeinspeisung rückwärts. Einige digitale Zähler haben eine Rücklaufsperre, die man an folgendem Symbol auf dem Zähler erkennt:

symbol_ruecklaufsperre

Fragen zu Aufbau & Sicherheit

Wie erfolgt die Montage?

Zusammen mit dem solarheld erhältst Du eine bebilderte Anleitung. Grundsätzlich ist für die Montage kein elektrotechnisches Spezialwerkzeug erforderlich. Du benötigst lediglich Werkzeug, um die Muttern und Schrauben der Module und Dreiecke richtig festzuziehen. Falls Du den solarheld an eine Mauer befestigen möchtest, benötigst Du auch eine Bohrmaschine. Möchtest Du den solarheld hingegen auf ein flaches Dach aufstellen, benötigst Du noch vier Terrassendielen oder ähnliche Bretter, auf denen Du die Alu-Dreiecke festschrauben kannst. Um die Standsicherheit bei Wind zu gewährleisten, muss der solarheld zudem ballastiert werden. Hierfür reicht es aus, mehrere Gehwegplatten auf die Terrassendielen oder Bretter zu legen.
Richte den solarhelden möglichst in Richtung Süden aus. Wichtig: beide Module sollten in dieselbe Richtung zeigen. Eine Verschattung der Module durch Bäume oder umstehende Gebäude sollte möglichst verhindert werden, um den Ertrag nicht zu beeinträchtigen. In der Schweiz, Österreich, den Niederlanden, in Italien und Portugal kann der solarheld direkt mit dem mitgelieferten Steckerkabel an die Steckdose angeschlossen werden. In Deutschland ist ein ortsfester Anschluss vorgeschrieben. Die Verdrahtung muss laut Vorschriften der Energieversorgungsunternehmen von einem konzessionierten Elektriker durchgeführt werden, der zusätzliche Kosten verursachen kann.

Wieviel Platz benötige ich für den solarheld?

Die Solarmodule sind jeweils 1,30 Meter lang und 0,68 Meter breit. Die Befestigungsdreiecke ragen 60 Zentimeter aus der Wand hervor. Wenn Du die Module übereinander (vertikal) montierst, achte auf einen Abstand von mindestens einem Meter, damit das obere Modul keinen Schatten auf das untere Modul wirft.

Folgende Grafiken veranschaulicht den Flächenbedarf bei horizontaler bzw bei vertikaler Fassadenmontage:
solarheld abmessung montage
solarheld maße module

Ist der Anschluss per Stecker erlaubt?

Der Anschluss kleiner Solaranlagen per Stecker ist in vielen europäischen Ländern mittlerweile erlaubt.
Die meisten Netzbetreiber in Deutschland lehnen den Anschluss per Steckdose mit dem Hinweis auf die VDE 100 jedoch ab. Normen vom Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) sind zwar keine Gesetze, werden aber als „Stand der Technik“ bezeichnet. Der VDE arbeitet derzeit an einer Norm, um den Anschluss von plug and play Anlagen zu regeln und den Anschluss per Steckdose zu ermöglichen. Wenn der Elektriker den Stecker abschneidet und die Anlage fest anschließt, kann der Netzbetreiber die Anlage nicht mehr ablehnen. Er ist laut Gesetz zum Anschluss verpflichtet. Durch den konformen Anschluss gemäß der technischen Anschlussbedingungen des Energieversorgers können Zusatzkosten für den Elektriker entstehen, die beim Anschluss per Stecker nicht anfallen.

Kann ich den Stecker jederzeit gefahrlos reinstecken / rausziehen?

Ja, bedenkenlos. Warte jedoch vor dem Wiedereinstecken einige Minuten, bis sich alle Kondensatoren entladen haben.

Bekomme ich einen Stromschlag, wenn ich den Schuko-Stecker berühre?

Nein, der Mikro-Wechselrichter ist mit einer Schutzausrüstung ausgestattet, der so genannten „ENS“. Dadurch schaltet der Mikro-Wechselrichter erst ein, wenn er an das Stromnetz angeschlossen ist. Wenn das Hausnetz ausgeschaltet wird, z.B. aufgrund von Wartungsarbeiten, schaltet sich der Mikro-Wechselrichter automatisch ab. Er schaltet dann wieder ein, sobald das Hausnetz zugeschaltet wird.

Wie und wo kann ich den solarheld anmelden?

Zuständig ist der Netzbetreiber, der an Deinem Wohnort das Stromverteilnetz betreibt. In der Regel ist das ein Tochterunternehmen Deiner Stadtwerke. Dort kannst Du auf jeden Fall den Netzbetreiber erfragen. Online kannst Du beispielsweise auf dem Energieverbraucherportal per PLZ nach dem zuständigen Netzbetreiber suchen. Häufig bieten die Stadtwerke auf ihren Internetseiten auch schon die notwendigen Formulare an. Der solarheld wird mit einem Datenblatt ausgeliefert, aus dem alle technischen Daten für den Netzbetreiber übernommen werden können.
Der Netzbetreiber verlangt, dass die Inbetriebnahme des solarhelden von einem konzessionierten Elektrobetrieb ausgeführt wird. Dieser Betrieb muss das Installationsprotokoll unterschreiben. Gegebenenfalls muss der Netzbetreiber auch einen sogenannten Zweirichtungszähler installieren. Dafür fallen in der Regel keine zusätzlichen Kosten an. Du kannst auf die EEG Vergütung verzichten, dann musst Du auch nichts bei der Steuererklärung ausfüllen.

Kann ich den überschüssigen Strom auch einspeisen?

Der solarheld ist für den Eigenverbrauch des erzeugten Solarstroms konzipiert und ausgelegt. Der selbst produzierte Strom versorgt die eingeschalteten elektrischen Geräte direkt vor Ort über das Hausnetz. Eine Einspeisung des möglicherweise überschüssigen Stroms, z.b. wenn Du in den Sommerurlaub fährst und alle Geräte ausschaltest, ist nach Anmeldung beim Energieversorger natürlich auch möglich. Hierfür musst Du die Solaranlage zusätzlich auch bei der Bundesnetzagentur registrieren und für die Einspeisevergütung anmelden. In Deiner jährlichen persönlichen Einkommenssteuererklärung musst Du dann die Erträge angeben.

Kann ich den solarheld bei einem Umzug mitnehmen?

Klar. Der Abbau ist ähnlich einfach, wie der Anlagenaufbau. Die Module wiegen jeweils nur ~9.0kg und nehmen im Umzugswagen nicht viel Platz weg. In der neuen Wohnung muss der solarheld dann wieder montiert und installiert werden.

Was passiert, wenn der Strom ausfällt?

Bei einem Netzausfall trennt sich der Wechselrichter sofort selbständig vom Netz. Sobald wieder Spannung aufliegt, beginnt der Mikro-Wechselrichter mit der Synchronisation und speist den Solarstrom wieder ein.

Fragen zu Lieferung & Nachhaltigkeit

Wie und wann wird der solarheld geliefert?

Bei erfolgreicher Finanzierung durch die Crowd, werden wir sofort die benötigten Komponenten in Auftrag geben und bestellen. Wir rechnen mit dem Versand der ersten Charge bereits für Anfang September.

Dabei werden wir alle Bauteile in einem Paket gut verpacken und per DHL oder einem anderen Paketdienstleister mit Sendungsverfolgung aussenden. Ein solarheld-Paket misst etwa 1,35m x 0,7m x 0,1m und wiegt ca. 30KG.

Wo wird der solarheld produziert?

Um den solarhelden möglichst erschwinglich anzubieten, haben wir Kontakt zu verschiedenen Herstellern weltweit aufgenommen und die Konditionen verglichen. Für die spezielle Wechselrichtertechnik konnten wir einen erfahrenen Hersteller aus Südeuropa gewinnen. Bei den Solarmodulen sind die Angebote asiatischer Hersteller hinsichtlich Kosten und Warenqualität dem Rest überlegen. Hier sind wir im Gespräch mit einem chinesischem Hersteller. Die Bauteile der Befestigung stammen aus dem Rheinland.

Wie ist die energetische Bilanz?

Kritiker werfen der Photovoltaik eine negative energetische Bilanz vor, d.h. dass die Module im Herstellungsprozess mehr Energie verbrauchen, als sie während der Betriebszeit erzeugen. Tatsächlich zeigen viele Untersuchungen, dass die zur Produktion aufgebrachte Energie bereits nach zwei bis drei Jahren wieder mit sauberer, emissionsfreier Sonnenenergie kompensiert wurde. Danach produzieren die Photovoltaikanlagen weitere 20 Jahre sauberen Strom. Die energetische Bilanz ist daher deutlich positiv.

Wie hoch ist die CO2-Ersparnis?

Der solarheld produziert jährlich bis zu 250kW/h emissionsfreien Strom. Bei dem heutigen Strommix aus 18,2% Steinkohle, 24% Braunkohle, 14,1% Kernenergie und etwa 30% aus den erneuerbaren Energieträgern, könnten somit pro Jahr 150kg klimaschädliches CO2 eingespart werden. Zum Vergleich: ein Kleinwagen mit einem Durchschnittsverbrauch von 6 Litern Benzin stößt pro gefahrenen Kilometer 150g CO2 aus. Der vom solarheld eingesparte CO2 Ausstoß entspricht daher in etwa dem CO2 Ausstoß von 1000 mit dem Auto gefahrenen Kilometern.

Muss der solarheld speziell gewartet oder gereinigt werden?

Eine regelmäßige Wartung der Mini-Solaranlage ist nicht zwingend notwendig. Jedoch ist es sinnvoll häufiger eine Sichtprüfung der Solarmodule und der elektrischen Leitungen durchzuführen – wie bei allen elektrischen Geräten im Haushalt auch. Speziell im Frühjahr stellt sich die Frage nach der Reinigung der Solarmodule, da diese mitunter im Winter von Schneemassen bedeckt waren. Hier empfiehlt es sich die Module mit Wasser abzuspritzen oder mit einem Tuch zu reinigen, sofern diese einfach erreichbar sind. Ansonsten reinigt der nächste Regen die Module.

Kann ich den solarheld auch in Österrreich oder der Schweiz nutzen?

Ja, grundsätzlich ist der solarheld an allen sonnigen Orten mit einer Stromnetzfrequenz von 50 Hertz einsetzbar. Allerdings sind die Anschlussbedingungen von Land zu Land verschieden. In der Schweiz und in Österreich ist der Anschluss von kleinen PV-Anlagen per Stecker erlaubt. Wir liefern den solarheld auch ohne Aufpreis in beide Länder.

Für Schweizer Unterstützer gilt allerdings der ausgewiesene Bruttopreis als Nettopreis, d.h. ihr bekommt eine Netto-Rechnung über den vollen Betrag und müsstet zusätzlich noch die schweizer Mehrwertsteuer und Zollgebühren entrichten. Dafür bekommt ihr anstelle des Schuko-Steckers den in der Schweiz vorgeschriebenen Anschlussstecker mit FI-Schutzschalter.